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Vocal Workshop

Tonführung


Sicherlich wirst Du festgestellt haben, dass bei manchen Sängern der Ton breit klingt, bei anderen schlank, oder besser metallisch. Das ist keine naturgegebene Eigenschaft, sondern das Produkt eines geführten Tones.

Was heißt das?
Als Sänger hast Du die Möglichkeit, Deinen Ton in seinem Klang zu beeinflussen, indem Du ihn beispielsweise "nach vorne" bringst. Tonführung ist also nichts anderes als das Lenken der Schallwellen zum Zwecke der Soundvariation.

Klassische Sänger versuchen meist ein bestimmtes Klangideal zu erreichen. Bei ihnen ist der Tonsitz in der Mitte des harten Gaumens angesetzt, ein voluminöser Ton, ohne Ecken und Kanten, also langweiliger Sound ist die Folge. Im Rock / Pop Bereich gibt es so ein Ideal nicht, jeglicher Sound ist legitim. Ein guter Sänger sollte aber in der Lage sein, verschiedene Stile zu singen. Eine Tina Turner beispielsweise, die stellvertretend für den rockigen Soul steht, produziert oft sehr breite Töne, die sich teilweise nasal anhören, jedoch auch einen metallischen Kern haben. Axl Rose ein Vertreter des Hardrock, produziert im hohen Bereich oft enge, aber sehr obertonreiche Töne. Ein Frank Sinatra, der wohl populärste der so genannten "Crooner" setzte seine Töne sehr weich und harmonisch an. Sein Stil ist vergleichbar mit dem Musicalgesang. Ähnlich singt Celine Dion, Diva aus Kanada, die jedoch wesentlich mehr Power in ihren Tönen hat. Steven Tyler, Frontmann der Gruppe Aerosmith, hat von allen Sängern den wohl brilliantesten Sound. Er setzt, ähnlich wie Robbie Williams unglaublich viel Gesicht ein, der Tonsitz ist direkt hinter den oberen Schneidezähnen.

Bei all diesen Sängern, Sängerinnen wirst Du aber feststellen, dass Sie Ihren Sound sehr oft variieren. Um diese Möglichkeit zu haben, sollte man als Sänger insbesondere die Tonführung bis ins Extrem trainieren. Wie schon bei den vorangegangnen Workshops versuchen wir einen Trainingston zu erzeugen, dessen Sitz extrem weit vorn, das heißt direkt hinter den oberen Schneidezähnen liegt.

Tonsitz kann man sehr schön beobachten bei Leuten, die einen bestimmten Dialekt sprechen. Zwei Beispiele: Ein typischer Bayer spricht in der Regel sehr knödelig, dass heißt sein Tonsitz im Mundraum ist eher hinten. Ein Wiener spricht in der Regel sehr weit vorne.

Wie trainiere ich meinen Tonsitz?
Stelle Dir vor, dass Du einen Metallfaden durch die beiden oberen Schneidezähne ziehst, wobei Deine Wangenmuskulatur und natürlich die Lippen sehr gespannt sein sollten. Wichtig hierbei ist, dass Du dem gedachten Metallfaden hinterher schaust. Selbstverständlich weißt Du schon, dass auch der Unterkiefer gegen einen imaginären Widerstand (also mit Biss) nach vorne unten gebracht wird. Als Übungsvokal empfiehlt sich hier ein "ääää", ähnlich dem Ausruf "ey"!

Eine andere Übung ist das Führen des Tones an einer gedachten Mittellinie des harten Gaumens. Stell Dir vor, Dein oberer Gaumen besteht aus zwei Hälften, eine rechte und eine linke, in der Mitte durch ein Scharnier verbunden. Klappst du diese beiden Hälften nun imaginär zusammen, entsteht in der Mitte eine Führungslinie. Versuche Deinen Ton an dieser Mittellinie entlang zu führen, so dass er direkt hinter den oberen Schneidezähnen sitzt. Auch hier empfiehlt sich der Trainingston "ääää".

Der Effekt hierbei ist, dass der harte Gaumen als Resonanzplatte funktioniert, um damit die Töne kernig produzieren zu können. Erreichst Du mit Deinem Ton die vorderen Schneidezähne, kannst Du die ganze Fläche des harten Gaumens (festes Material transportiert Schallwellen besonders gut) nutzen. Ist Deine Wangenmuskulatur gespannt, überträgt sich der Ton über den Gesichtsbereich in den Stirnbereich und wird hier durch die Obertöne bereichert, die die kleinen Resonanzräume dort bieten. (bitte Abb 8, Seite 34 einfügen)



Im nächsten Workshop werden wir Euch eine Checkliste anbieten, auf der die in den vergangenen Workshops genannten Punkte zusammengefügt sind.

Für alle Vocalszene - Leser bieten wir einen kostengünstigen MEGA - Workshop
(€ 50,- für einen ganzen Tag inkl. Showprogramm) an !!
Diesen Workshop findet Ihr hier bei der Vocalszene oder unter www.powervoice.de
Der Workshop findet am 22. November in Hamburg statt.
Alle MEGA - Workshopteilnehmer, die sich über die Vocalszene anmelden, erhalten eine
kostenlose Studio - CD - Aufnahme!!!


Bis dann und keep on rockin'!


Andrés Balhorn und Sir Danny Lattrich


Um diese Techniken schnell erreichen zu können, solltest du den erfolgreichsten Workshop für Rock/ Pop-Gesang in Europa besuchen. Nähere Infos unter:
 www.powervoice.de 
oder
POWERVOICE, Alter Teichweg 11-13, 22081 Hamburg Fon: 040-419 277 19

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