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Vocal Workshop

D I E C H E C K L I S T E


Hallo VOCALFANS,

hier melden sich Andrés & Sir Danny. Bei diesem Workshop geht es, wie angekündigt um die CHECKLISTE. Wie produziere ich einen Trainingston richtig... Viel Spaß beim Studium!
Checkliste
  • Körperhaltung
    Füße parallel, etwa schulterbreit auseinander, das Gewicht gleichmäßig verteilen, dies ist wichtig, um einen sicheren Stand zu haben. Die Knie nicht ganz durchstrecken sondern entspannt stehen. Insgesamt aufgerichtet stehen, d.h. die Schultern weder nach oben ziehen noch nach vorn hängen lassen. Der Kopf sitzt entspannt auf dem Hals, der Nacken ist entspannt, die Augen sind nach vorn gerichtet. Bild: eine hilfreiche Vorstellung ist die, dass am höchsten Punkt deines Kopfes ein Faden befestigt ist, durch den dein ganzer Körper aufgerichtet wird. Wenn du dieses Bild benutzt, stehst du automatisch richtig. Dies ist eine Hilfestellung und kein MUSS. Auf der Bühne bewegst Du Dich sowieso. LOCKERHEIT ist wichtig, VERKRAMPFUNG ist tödlich!!!

  • Ausatmung
    Wichtig vor jeder Übung, damit Platz für frische Luft geschaffen wird. Bild: am besten ausatmen auf "fff", wenn die Zeit zwischen den Übungen das zulässt.
    Merksatz: Luft raus = Bauch rein (Zwerchfell steigt)

  • Pause
    Vor der Einatmung kurz inne halten, um sich innerlich auf die kommende Übung vorbereiten zu können. Achte darauf, in dieser kurzen Pause im Halsbereich nicht zu verkrampfen, dort keinen Verschluss entstehen zu lassen. Merksatz: Nach der Ausatmung, wenn Zeit vorhanden, kurze Pause einlegen, zur Überprüfung der Lockerheit entspannt "eins, zwei, drei" sprechen

  • Einatmung
    Staunend mit einem tiefen "oooo" einatmen, wenn wenig Zeit zwischen den Übungen ist oder schlürfend, wenn viel Zeit ist. Die Bauchatmung ist der Brustatmung vorzuziehen. Achtung: Die Schultern sollten bei der Einatmung ruhen (nicht hochziehen). Merksatz: Einatmung = Bauch geht raus. (Zwerchfell senkt sich durch Kontraktion ab)
    Nach der Einatmung hast Du genügend Zeit für eine P A U S E!!! Bleibe gedanklich in der einatmungstendenz, denn so verhinderst Du, dass Du in die Einatmung hineinsingst! ! ! ! ! ! !

  • Luft einteilen
    Schon bei der Einatmung den Tonumfang der Übung, also die gesamte Luftmenge bewusst machen, die zur Bewältigung der ganzen Übung benötigt wird. Merksatz: Lufteinteilung bewusst planen.

  • Innere Weite schaffen
    Sich darauf konzentrieren, bei der Einatmung im Mund-, Rachen-, Hals-und Lungenbereich weit zu werden. Diese innere Weite und damit Straffung der Resonanzraumwände benötigst du für jeden Ton der zu singenden Übung.

  • Einsatzenergie
    Der erste Ton bedarf einer gewissen Einsatzenergie (tiefe Töne - weniger, hohe Töne - mehr). Bild: Stelle die Bereiche deines Körpers, die für das Produzieren des ersten Tones wichtig sind, schon mit der Einatmung auf Bereitschaft ein. Merksatz: Den ersten Ton gedanklich Einatmen.

  • Einstellen des Gesichts
    Bevor der erste Ton gesungen wird, Gesicht auf den ersten Ton einstellen. Merksatz: Tiefe Töne = Lächelstellung, hohe Töne = Staunstellung.

  • Mit dem Gesicht singen
    Theaterhaft übertriebene Mimik hilft die Töne besser halten zu können. Eine gespannte Gesichtsmuskulatur schafft eine große Wandstärke des Mundraumes, die Töne werden, wenn gewünscht kernig, eine hohe Bruststimme braucht viel Wandstärke!

  • Töne stützen
    Einen Ton zu stützen heißt, nur soviel Luft an die Stimmbänder zu geben, wie es für einen bestimmten Ton notwendig ist. Beim Singen unkontrollierte Luftabgabe meiden. Bild: Sich vorstellen, dass Singen keine Ausatmungs -sondern Einatmungstendenz hat. Die gespannte Bauchmuskulatur hindert das Zwerchfell am zu schnellen Steigen= unkontrollierte Ausatmung. Das hauchige Singen sollte nur als Stilmittel eingesetzt werden und ist bei Übungen grundsätzlich zu vermeiden. Ein Merkmal von zu starker Luftabgabe ist ein unerwünschtes "h" während einer Vokalübung. Merksatz: So wenig Luft abgeben wie möglich, nur soviel wie nötig.

  • Bei hohen Tönen besonders viel Weite schaffen
    Je höher die zu singenden Töne, desto weiter der Mund-Rachenraum. Bild: Beim Gähnen stellt sich das Gaumensegel automatisch auf. Die Vorstellung davon hilft, die nötige Weite zu schaffen.

  • In die Weite singen
    Jeden Ton gedanklich in die Weite singen, nicht in die Höhe. Den weitest entfernten (höchsten) Ton in Gedanken umkurven, dies unterstützen einen kleinen Kick in Form von leichtem Nicken mit dem Kopf und gleichzeitigem Hochziehen der Augenbrauen. (Sieh Dir Live-Videos von Robbie Williams an!!!) Merksatz: In die Weite singen plus höchsten Ton umkurven = Töne richtig treffen.

  • Den Ton führen
    Bild: Der Ton wird an einer gedachten Mittellinie entlang des harten Gaumen zu den oberen Schneidezähnen geführt, damit er kontrolliert und damit besser gehalten werden kann.

  • Tonsitz: Obere Schneidezähne
    Der Sitz der Töne sollte kurz hinter den oberen Schneidezähnen sein und dort gehalten werden.

  • Den Ton in die Stirn schicken
    Von den oberen Schneidezähnen den Ton an einer gedachten Linie entlang in die Stirn schicken (in die Maske singen), dadurch wird der Ton kerniger, metallischer, wenn gewünscht!

  • Lage der Zunge
    Bei allen Vokalen berührt die Zungenspitze die unteren Schneidezähne. Sie liegt flach im Mund. Merksatz: Je höher der Ton, desto löffelförmiger und straffer die Zunge.

  • Spannung des Unterkiefers
    Den Unterkiefer in einem Spannungszustand halten. Bild: Bei aufsteigender Tonhöhe den Unterkiefer gegen einen imaginären Widerstand nach vorne und unten schieben, bei absteigender Tonhöhe gegen einen imaginären Widerstand wieder zurück. Wichtig ist, dass die Backenzähne bei hohen Bruststimmentönen weit auseinander sind. Coole Sänger, wie der viel zu früh verstorbene Kurt Cobain hat man selbst bei hohen Tönen nie mit vorn weit aufgerissenem Mund gesehen. Merksatz: Unterkieferspannung mit Biss, Backenzähne bei hohen Tönen auseinander

  • Spannung der Lippen
    Die Lippen zusammen bei zunehmender Tonhöhe um die Zahnreihen spannen. Bild: Die Lippen sind die letzte Station, bevor der Ton den Mund verlässt. Sie bilden somit den Rahmen für den Ton. Die Vorstellung, dass die Luft nicht abgegeben wird, sondern im Mund zirkuliert (Einatmungstendenz), hilft, länger mit ihr zu arbeiten und den Ton in die verschiedenen Resonanzräume zu schicken (Bild der Kontrollkerze). Merksatz: Luft wird zurückgehalten und zirkuliert im Mund.

  • Spannungszustand halten
    Den Spannungszustand aller beim Singen beteiligten Muskeln erst nach Beendigung auflösen, d.h. Konzentration und Energie, die für eine Übung nötig sind, werden erst nach dem letzten Ton mit der anschließenden Einatmung aufgelöst.

  • Ton durch den ganzen Körper lassen
    Durch Körperhaltung und durchlässige Spannung der gesamten Muskulatur dafür sorgen, dass der Ton nicht abgeschnürt wird. Merksatz: Dein ganzer Körper ist das Instrument, welches dich zu höchster Lust beim Singen führen wird!



Soweit zur Checkliste...


Andrés Balhorn und Sir Danny Lattrich


Um diese Techniken schnell erreichen zu können, solltest du den erfolgreichsten Workshop für Rock/ Pop-Gesang in Europa besuchen. Nähere Infos unter:
 www.powervoice.de 
oder
POWERVOICE, Alter Teichweg 11-13, 22081 Hamburg Fon: 040-419 277 19

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